Piezo-Signalgeber
Hermann Metzger, DJ8TL
Auf dem letzten Weihnachtsflohmarkt (2008) gab es
Piezo-Signalgeber in reichlicher Auswahl und in großer Menge.
Bei vielen von uns ruhen die kleinen Piepser seitdem ungenutzt in
irgend einer Schachtel.
Hier eine Idee für deren Verwendung:
Hinsichtlich ihrer Wirkungsweise sind Piezo-Signalgeber als elektro-
akustische Schallwandler mit extrem hohem Gleichstromwiderstand
konzipiert. Für ihren speziellen Verwendungszweck
verfügen sie über eine Resonanzspitze im Bereich von
1-2 kHz. Sie arbeiten jedoch im gesamten Hörbereich des
Menschen von einigen 100 Hz an aufwärts zufriedenstellend und
sind damit für die Sprachwiedergabe gut geeignet.
Oftmals benötigt man einen hochohmigen Hörer, der die Signalquelle nur wenig belastet, vor allem aber deren statischen Arbeitspunkt nicht verändert. Moderne Kopfhörer (z.B. für einen Walkman) eignen sich wegen ihrer niedrigen Impedanz zumeist nicht.
Hier schaffen die kleinen Piezo-Wandler wirksam Abhilfe. Man
kann z.B. ein „Pärchen“ am Bügel
eines defekten Kopfhörers befestigen und die
Anschlüsse einfach mit der vorhandenen Zuleitung verbinden.
Selbst niederohmige NF-Quellen kann man unter Verwendung eines
vorgeschalteten Trafos abhören. Notfalls reicht ein kleiner
Kartentrafo, der „umgekehrt“ benutzt wird, d.h.
12-V-Wicklung mit der Signalquelle, 230-V-Wicklung mit dem
Piezo-Wandler verbinden.
Sogar elektrostatische Aufladungen kann man mit dem Piezo-Hörer detektieren. Sie machen sich durch Knackgeräusche bemerkbar, wenn man einen Anschluss mit dem Finger berührt und mit dem anderen Anschluss den zu untersuchenden Gegenstand abtastet.
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| Die elektrische Verdrahtung | Einbau in einen Kopfhörer von RFT, rechte Hörmuschel geöffnet |




