Autoradioantenne für 2 m Mobilfunk
Hermann Metzger, DJ8TL
Zunehmende Autoaufbrüche und Diebstähle aus KFZ sowie
die oft vorhandene Scheu, ein zusätzliches Loch für
die Mobilantenne zu bohren, legen es nahe, einfach die Teleskopantenne
des Autoradios mitzubenutzen und so den Wagen nicht für
jedermann als mit Funk ausgerüstet zu präsentieren.
Download der ausführlichen Bauanleitung

Bild 1: Spannungsverteilung auf Antenne und Kabel
Das Wirkungsprinzip
Bei der Antenne handelt es sich um eine im Zubehörhandel
häufig angebotene Bosch-Automatikantenne mit ca. 90 cm
Teleskoplänge , die für Kotflügelmontage vorgesehen ist.
Die folgenden Ausführungen gelten natürlich sinnentsprechend
für jede andere Teleskopantenne und auch für die Dachantennen
französischer und japanischer Autos. Die dem Umbau
zugrundeliegenden Überlegungen sind in Bild 1 skizziert.
Schließt man an die Antenne ein Koaxkabel an, so ergibt sich bei einer elektrischen Gesamtlänge (Antenne + Kabel) von 3/4 λ bzw. 5/4 λ usw. durch Kabeltransformation eine sehr niedrige Impedanz. Verlängert man das Kabel um einen gewissen Betrag (ca. 9 cm für 145 MHz) darüber hinaus, so findet man einen Punkt, dessen Impedanz einen Realteil von 50 Ω aufweist, allerdings mit einer induktiven Blindkomponente behaftet. Kompensiert man diesen Blindanteil durch einen Serienkondensator, so erhält man eine reelle Impedanz von 50 Ω. Hinter dem Serienkondensator kann man also ein Kabel beliebiger Länge anschließen.

Bild 2: Schaltung der Antennenweiche

Bild 3: Platinenlayout und Bauteileanordnung

Bild: Fertig abgegliche Weiche
Betriebserfahrungen
Die beschriebene Konfiguration benutzt der Autor seit etwa 25 Jahren in unterschiedlichen Fahrzeugen und mit verschiedenen Antennen erfolgreich. Die Weiche ist im Fahrzeuginneren in der Mittelkonsole (bei Heckantenne im Kofferraum mit Kabellänge 1) untergebracht und somit leicht abzugleichen. Sie zeichnet sich durch große Betriebssicherheit und Langzeitstabilität aus und verarbeitet auch 50 Watt Sendeleistung problemlos. Im Radio (Blaupunkt Frankfurt) ist auch dann auf keinem Wellenbereich ein Empfind- lichkeitsrückgang während des Sendens bemerkbar. Erstaunlicherweise ist trotz der hochohmigen Speisung keine nennenswerte Witterungsabhängigkeit festzustellen.
Versuche, die Anlage bei entsprechendem Weichenausbau auch auf 70 cm zu erweitern, verliefen ebenfalls erfolgreich. Allerdings beträgt die erzielbare Bandbreite wegen der Frequenzabhängigkeit der Kabeltransformation dort nur etwa 2 MHz, so dass Relaisstellenbetrieb ausgeschlossen ist. Eine Kombination für Rundfunk / 2 m / 10 m wurde ebenso erfolgreich getestet. Die Radioantenne hat wegen der für das 10 m Band viel zu geringen Länge natürlich keinen guten Wirkungsgrad, jedoch können einige Kilometer überbrückt werden.
Sie können eine ausführliche Bauanleitung als PDF herunterladen.










