ein Bauprojekt von Eckart Moltrecht aus dem Jahr 1973
Anfang
der siebziger Jahre wurde ein neues Empfängerprinzip propagiert,
das ohne einen Zwischenfrequenzverstärker (ZF) auskommt. Damit
wurde der Aufbau und der Abgleich kleiner Selbstbauempfänger sehr
einfach.
Ein üblicher Überlagerungsempfänger (Super)
benötigt eine Mischstufe, an deren Ausgang ein ZF-Verstärker
angeschlossen wird. Aus der Differenz von Oszillatorfrequenz und
Eingangsfrequenz entsteht die Zwischenfrequenz. In diesem
Zwischenfrequenzbereich wird die Trennschärfe erreicht, oft mit
Quarzfiltern. Der Aufbau und Abgleich solcher ZF-Verstärker ist
nicht sehr einfach. Außerdem ist bei einem solchen
Überlagerungsempfänger das Auftreten einer Spiegelfrequenz
von Nachteil.

Prinzip einer Mischstufe allgemein
Bei der Direktüberlagerung entfällt die Zwischenfrequenz. Es
wird direkt in den Niederfrequenzbereich gemischt. Allerdings muss dann
der Oszillator für die Mischstufe (VFO) immer der Eingangsfrequenz
folgen. Dieses VFO-Signal darf aber nicht in den Empfängereingang
strahlen und muss bei der Mischstufe kompensiert werden. Als Mischstufe
muss deshalb ein multiplikativer Mischer verwendet werden, ein so
genannter „Produktdetektor“.

Prinzip bei Direktüberlagerung
Am Ausgang der Mischstufe entsteht direkt das demodulierte
Signal, bei CW der Überlagerungston aus f0 - fe von zirka 800 Hz.
Die Gesamtverstärkung und die Trennschärfe werden im
NF-Verstärker vorgenommen. Um hier ohne LC-Filter für Niederfrequenz
auszukommen, bieten sich die so genannten Aktivfilter mit RC-Ketten
und Verstärkerelementen (Transistoren oder ICs) an. Der
NF-Verstärker bestimmt die Empfindlichkeit. Er sollte eine hohe
Verstärkung und geringes Rauschen aufweisen.
Die Vorteile der Direktüberlagerung sind:
- Der Aufbau ist sehr einfach, denn man benötigt wenige LC-Kreise (keinen ZF-Verstärker mit Bandfiltern) und
- es gibt keinen Spiegelfrequenzempfang.
Die Nachteile sind:
- Durch zu geringe Vorselektion können starke Rundfunkstationen direkt "durchschlagen" und demoduliert werden.
- Es werden beide Seitenbänder empfangen.
Besonders durch den fehlenden ZF-Verstärker (kein Abgleich
nötig) ist aber ein Aufbau dieses Empfängers sehr einfach.
Außerdem lässt sich der Empfänger sehr einfach zu einem
Transceiver erweitern, denn der Oszillator (VFO) lässt sich
unverändert direkt als Sender-Oszillator verwenden, denn die
Oszillatorfrequenz ist gleich der Empfangsfrequenz. Bei CW-Empfang
muss allerdings der VFO gegenüber der Eingangsfrequenz um
zirka 800 Hz verstimmt werden (RIT).

Prinzipeines CW-Transceivers mit Direktüberlagerung im Empfangsteil
Prinzip des Direktüberlagerungsempfängers: Das Eingangssignal
gelangt über den Schalter A und den HF-Regler an den
Produktdetektor. Am Ausgang des Produktdetektors wird das demodulierte
NF-Signal über ein schmalbandiges NF-Aktivfilter auf den
NF-Verstärker gegeben.
Bei Sendebetrieb speist der VFO den HF-Verstärker, der bei
Telegrafie (CW) getastet wird. Dieses Signal wird in der
Leistungsverstärkerstufe auf die gewünschte Leistung gebracht
und über den Schalter A auf die Antenne gegeben. Die Schalter A
und B sollten wegen der Rückkopplungsgefahr nicht zu dicht
zusammen liegen, wegen der einfacheren Bedienung möglichst aber
dennoch gekoppelt sein (evtl. 2 Relais).
Einfacher 5-Band-Direktüberlagerungsempfänger
In einer Arbeitsgemeinschaft Amateurfunk an der Berufsschule in Aachen
wurde 1972 ein einfacher Empfänger entwickelt, der in seinen
Eigenschaften als brauchbar bezeichnet werden kann. Mit ihm können
einwandfrei die drei Modulationsarten SSB, CW und AM empfangen werden.
Bei Empfang von SSB und CW wird zur Demodulation ein Trägerzusatz
benötigt, der in einer Mischstufe (Produktdetektor) dem Signal
zugeführt wird. Beim normalen Überlagerungsempfänger
wird dieser Trägerzusatz erst in der letzten festen ZF-Stufe dem
Signal zugeführt und im Demodulator gemischt. Beim
Direktüberlagerungsempfänger wird dieser Träger durch
einen VFO immer genau auf der Empfangsfrequenz erzeugt. Damit dieser
Träger aber nicht stört, muss er in der Mischstufe wieder
„ausgelöscht“ werden. Dies erfolgt mit einem
speziellen Mischer, dem Produktdetektor, der durch gegenphasige
Einspeisung zwar ein Mischprodukt erzeugt, jedoch am Ausgang wird die
Trägerfrequenz selbst ausgelöscht (kompensiert).
Ein einfacher KW-Empfänger nach dem Direktüberlagerungsprinzip könnte folgendermaßen konstruiert werden.

Das Prinzip der Direktüberlagerung
Über einen oder mehrere Hochfrequenz-Kreise wird das
Eingangssignal ohne HF-Verstärkung gleichzeitig das VFO-Signal
auf der Empfangsfrequenz dem Produktdetektor zugeführt. Es
entstehen die Summe und die Differenz aus diesen beiden Frequenzen,
also auch das SSB-Seitenbandsignal als Niederfrequenz. Wird in einem
möglichst schmalbandigen NF-Filter nur der Niederfrequenzbereich
von 300 Hz bis 3000 Hz ausgesiebt, ist nur das Signal zu hören,
das mit der VFO-Frequenz übereinstimmt.
Um einen 5-Band-Empfänger zu erhalten wird also ein VFO für
fünf Bänder benötigt. Der Eingangskreis muss ebenfalls
auf allen fünf Bändern in Resonanz gebracht werden
können. Um Gleichlaufproblemen zwischen Oszillatorkreis und
Eingangskreis aus dem Wege zu gehen, kann der Eingangskreis über
einen separaten Abstimmmechanismus (z.B. Drehkondensator) in Resonanz
gebracht werden.
Die gesamte Verstärkung und Trennschärfe wird im NF-Bereich
über RC-Verstärker erreicht. Dadurch entfallen
aufwändige LC-Verstärker im ZF-Bereich und Aufbau sowie
Abgleich werden relativ einfach. Ein Nachteil dieses
Empfängerprinzips ist die geringe Weitabselektion, d.h. starke
Rundfunkstationen können auch ohne Oszillatorsignal demoduliert
werden. Zwei lose gekoppelte Einzelkreise oder ein Bandfilter im
Eingang können diesen Nachteil etwas vermindern. Sollten dennoch
starke Stationen stören, kann die HF über einen
Abschwächer vermindert werden. Der folgend beschriebene
Empfänger ist nach diesen Prinzipien konstruiert.
Bei dem Aufbau wurden entsprechend dem Blockschaltbild vier kleine
Platinen entwickelt, die für eine Funktionsüberprüfung
einzeln in Betrieb genommen oder auch mit den entsprechenden Baugruppen
der anderen Geräte zur Überprüfung ausgetauscht werden
konnten.

Der 5-Band-VFO
Der VFO besteht aus einem Colpitts-Oszillator in
Kollektorschaltung mit einer nachfolgenden Trennstufe als Emitterfolger
geschaltet. Der Oszillator soll möglichst rückwirkungsfrei,
spannungsunabhängig und temperaturstabil sein. Deshalb wurde unter
anderem ein niedriges LC-Verhältnis gewählt. Als
Kondensatoren sollten Typen aus Styroflex verwendet werden, die in
ihrem Temperaturkoeffizienten dem einer Spule entgegengesetzt sind. Als
Spulendraht eignet sich für die 80-m-Spule 0,4 mm, für 40 m
0,4 bis 0,5 mm Kupferwickeldraht und für 20 bis 10 m 0,8 mm
Silberdraht.
Die Verbindungen von den Schwingkreisen zum Drehschalter 2 x 5
können durch isolierten Schaltdraht hergestellt werden. Sie sollen
möglichst kurz sein und nicht flexibel verlegt werden. Als
Drehkondensator kann ein Doppeldrehko mit etwa 2 x 100 pF verwendet
werden.
Der Oszillator soll in seiner Rückkopplung so
eingestellt sein, dass er wenig Oberwellen erzeugt, die sonst einen
Empfang auf diesen Oberwellen-Frequenzen möglich machen
würden. Die Rückkopplung kann durch das Verhältnis der
beiden Kondensatoren C1 und C2 und durch die Widerstände R3 und R5
beeinflusst werden. Außerdem hat auch die Verstärkung durch
den Arbeitspunkt mit R1 und R2 einen Einfluss. Durch Verändern von
R3 lässt sich am leichtesten die Rückkopplung so einstellen,
dass im 10- oder 15-m-Band das Signal noch oberwellenfrei ist und damit
einen guten Ton in einem Abhörempfänger erzeugt.

Der Bestückungsplan der VFO-Platine
Der VFO nimmt bei 9 V insgesamt einen Strom von zirka 2 mA
auf. Die prinzipielle Funktion kann dadurch überprüft werden,
dass C3 mit den Fingern berührt und dadurch der Schwingkreis
bedämpft wird; der Strom muss sich dann geringfügig
ändern.
Die Drossel Dr dient dazu, eine zusätzliche Eigenerregung des
Oszillators auf sehr hohen Frequenzen zu verhindern. Sie kann dadurch
hergestellt werden, dass zirka 10 Windungen Kupferlackdraht auf einen
47-Ohm-Widerstand gewickelt und mit den Drahtenden des Widerstandes
verlötet werden.
Der VFO muss ganzseitig abgeschirmt werden, um eine Direkteinstrahlung
auf die Eingangskreise zu verhindern. Das VFO-Signal soll
möglichst nur an das eine Gate des Produktdetektor-Transistors
gelangen. Als Abschirmung für den VFO eignet sich eine
Aluminiumbox mit den Maßen 100 x 40 x 70 mm. Der Drehko wird im
Gehäuse vorn rechts und der Schalter links, die Platine hinten
montiert. Die Hochfrequenz wird durch eine Cynch-Buchse ausgekoppelt
und über abgeschirmtes Kabel zum Produktdetektor geführt.

Der 5-Band-VFO im Gehäuse
Die Betriebsspannung von zirka 6 bis 9 V sollte gut stabilisiert
werden. Sie wird über einen Durchführungskondensator oder
eine andere isolierte Durchführung in das Innere des Gehäuses
geführt. Der Abgleich des VFOs erfolgt mit einem kommerziellen
Empfänger (z.B. eines befreundeten Funkamateurs) bei
vollständig hinein gedrehtem Drehkondensator mit den Spulenkernen
jeweils am Bandanfang.

Schaltbild Produktdetektor
Die Mischung von Eingangs- und Oszillatorsignal erfolgt imProduktdetektor
mit einem Dual-Gate-MOSFET. Dem einen Gate wird das VFO-Signal
über C4, dem anderen Gate das Eingangssignal über zwei sehr
lose gekoppelte Schwingkreise zugeführt. Zwei Schwingkreise sind
besonders auf dem 40-m-Band wichtig, um hier bei den nahe gelegenen
Rundfunkstationen eine hohe Weitabselektion zu erzielen. Auf den
anderen Bändern würde ein Einzelkreis genügen. Für
kurze Behelfsantennen dient der Antenneneingang 1. Bei Hochantennen
oder bei starken abendlichen Signalen ist der mit einem
Abschwächer versehene Eingang 2 gedacht.
Die Spulen werden auf Kammerspulenkörper gewickelt. Beim Wickeln
der Spulen ist darauf zu achten, dass vom Anschluss 3 bis zum Anschluss
5 der Wickelsinn beibehalten wird. Um mit einem Drehkondensator den
gesamten Kurzwellenbereich überstreichen zu können, wird auf
dem oberen Bereich (ab ca. 12 MHz) mit einem doppelpoligen Schalter der
größte Teil der Spule kurzgeschlossen. Zum einfacheren
Aufbau sind die Spulenenden in der Wickelskizze und im Schaltbild mit
Nummern versehen worden. Die Verbindungen von den Spulen zum Drehko und
zum Schalter sollten möglichst kurz gehalten werden.

Produktdetektor Bestückungsplan
Der Abgleich erfolgt am zweckmäßigsten mit einem Dipper.
Hierzu werden bei offenem Schalter und vollständig hinein
gedrehtem Drehko die beiden Kreise mittels Spulenkern auf ca. 3,2 MHz
in Resonanz gebracht. Bei geschlossenem Schalter ist der
größere Teil der Spule mit dem Spulenkern wirkungslos. Hier
wird bei vollständig herausgedrehtem Drehkondensator auf zirka 30
MHz mit den Trimmern C3 und C5 abgeglichen. Das demodulierte NF-Signal
wird über C11 einem Tiefpassverstärker zugeführt.

Der fertig bestückte Produktdetektor
Aus den im Produktdetektor entstehenden Mischprodukten soll nur das NF-Nutzsignal bis zirka 3 kHz
ausgesiebt werden. Deshalb wird es einem so genannten NF-Aktivfilter
zugeführt, das aus RC-Siebgliedern und Verstärkerelementen
besteht. Der Transistor T1 dient zur Anpassung an den hochohmigen
Ausgang des Produktdetektors, T2 ist ein Spannungsverstärker, T3
und T4 sind Stromverstärker. Der Ausgang des
Tiefpassverstärkers ist niederohmig. Das NF-Signal kann von hier
aus über ein Lautstärkepotenziometer einem beliebigen
NF-Verstärker zugeführt werden.

Der Tiefpassverstärker

Der Bestückungsplan des Tiefpassverstärkers
Von der Empfindlichkeit und dem Eigenrauschen des
NF-Verstärkers hängt sehr wesentlich die Empfindlichkeit ab.
Für Kopfhörer-Empfang genügt ein dreistufiger
Mikrofonverstärker. Für Lautsprecherempfang kann der
folgende NF-Verstärker mit einer eisenlosen Gegentaktendstufe
verwendet werden. Man kann aber auch jeden anderen fertigen
NF-Verstärker verwenden.

Schaltung eines NF-Verstärkers für 200 mW Ausgangsleistung
Bestückungsplan NF-Verstärker
Es handelt sich um einen normalen, vierstufigen,
gleichspannungsgekoppelten NF-Verstärker mit einer Gegentaktstufe
für etwa 200 mW NF-Ausgangsausgengsleistung. Durch die
Gleichspannungskopplung bestimmt der Arbeitspunkt des
Eingangstransistors die Arbeitspunkte aller weiteren Transistoren. Der
Arbeitspunkt kann mit dem Widerstand R1 eingestellt werden und zwar so,
dass der Emitter in der Endstufe, also der Pluspol des Kondensators C5
etwa die halbe Betriebsspannung erhalten. Die Gesamtverstärkung
kann mit dem Gegenkopplungswiderstand R4 beeinflusst werden. Sein Wert
wird ausprobiert, dass gerade keine NF-Selbsterregung auftritt. Die
zugeführte Gleichspannung wird über R10 und C6
zusätzlich gesiebt,

Der fertig bestückte NF-Verstärker
Aufbau und Inbetriebnahme
Auch ohne Gehäuse kann der Empfänger schon
ausprobiert werden. Hierzu werden die entsprechenden Verbindungen
hergestellt und eine geeignete Spannungsquelle (9 bis 12 V)
angeschlossen. Der NF-Verstärker benötigt bei
Lautsprecherbetrieb relativ viel
Strom (ca. 150 mA). Bei Batteriebetrieb aus einer kleinen
9-V-Batterie
ist Kopfhörerbetrieb mit einem hochohmigen Hörer (2 x 2000
Ohm) zweckmäßig; der Stromverbrauch sinkt auf ca. 20 mA. Die
anderen drei Baugruppen benötigen insgesamt nur einen Strom von
ca. 10 mA.
Der VFO wird zunächst auf 80 m geschaltet und der Drehko des
Eingangskreises fast ganz hineingedreht. An den Antenneneingang 1 wird
ein längeres Stück Draht als Antenne angeschlossen. Beim
Durchdrehen des VFO-Drehkos müssten Stationen leise hörbar
werden. Mit dem Drehko des Eingangskreises wird dann auf
Lautstärkemaximum nachgestellt. Schlagen Rundfunkstationen durch,
deren Lautstärke sich nicht ändert, wenn man am VFO-Drehko
dreht, ist entweder der Drehko des Eingangskreises nicht richtig
eingestellt oder die Antenne zu fest gekoppelt. Sie muss verkürzt
werden oder besser über Antenneneingang 2 angeschlossen werden.
Der Empfänger kann z.B. in einem Metallgehäuse mit den
Maßen Breite x Höhe x Tiefe von 200 x 80 x 140 mm
einschließlich Netzgerät untergebracht werden. Für den
Antrieb des VFO-Drehkos empfiehlt sich ein Feintrieb von 1 zu 6 bis 1
zu 10.
Betriebserfahrungen mit dem Empfänger
Etwa ein Dutzend dieser Empfänger wurden inzwischen
(1972!) von den SWLs der Schülergruppe nachgebaut. Es hat sich
erwiesen, dass die Empfindlichkeit besonders während der
Tagesdämpfungen auf dem 80-m-Band und bei Verwendung von
Behelfsantennen besser sein könnte.
Die Empfindlichkeit wird vom Produktdetektor und vom
NF-Verstärker bestimmt. Den NF-Verstärker empfindlicher zu
machen (höhere Verstärkung. weniger Rauschen), ist mit
relativ viel Aufwand verbunden. Deshalb wurde versucht, am Eingang
etwas zu verbessern.
Eine sehr wirkungsvolle, einfache Empfindlichkeitsverbesserung
erhält man, wenn man, wegen der sehr lose gekoppelten
Eingangskreise, die Behelfsantenne über ein in Reihe geschaltetes
20-Kiloohm-Potenziometer an das heiße Ende des 2.
Eingangskreises anschließt. Bei abendlichem QRM kann die Antenne
dann wieder über den ersten Kreis angeschlossen werden.
Es hat sich gezeigt, dass auch der Arbeitspunkt des MOSFET bei vielen
Empfängern anders eingestellt werden sollte. Meistens war es am
günstigsten, wenn das Gate 2 auch eine geringe negative
Vorspannung erhält. Der Gate-Ableitwiderstand wird hierfür
auch einfach an Masse und nicht an den Source-Anschluss gelegt. Die
Vorspannung wird automatisch über den vorhandenen
Source-Widerstand erzeugt.
Eine noch bessere Empfindlichkeitserhöhung (aber nur für
kurze Behelfsantennen empfehlenswert) hat sich erwiesen, wenn der
Koppelkondensator zwischen den beiden Kreisen durch einen FET in
Emitterschaltung ersetzt wird. Leider war beim Versuchsaufbau die
Rückwirkung zu stark, so dass auf den oberen Bändern
Selbsterregung auftrat. Deshalb kann die Schaltung hier noch nicht
veröffentlicht werden.
Aufbau auf Streifenleiter-Platine
Damit man nicht Platinen ätzen musste, wurde die Konstruktion
im August 1973 geändert. Hier folgen die Schaltungen für
einen Zwei-Band-VFO und für einen kombinierten
Bandpass-NF-Verstärker auf Streifenleiter-Platine.

Zweiband-VFO (160 m und 80 m) auf Streifenleiterplatine

Schmalband-NF-Verstärker auf Streifenleiter-Platine
Hinweis 2009
Die Bauteile sind natürlich nicht mehr so einfach im Handel zu bekommen, aber
Drehkondensatoren findet man auf den Amateurfunk-Flohmärkten oder
in alten Radios vom Sperrmüll. Der UKW-Drehko ist dafür gut
verwendbar.
Wenn jemand diesen RX einmal nachbaut (vielleicht auch nur
für ein Band), würde ich gern den Aufbau hier als
Ergänzung veröffentlichen. Auch sind natürlich Tipps
für die heutigen Bauteile sehr interessant. Den NF-Verstärker
würde man vielleicht mit einem fertigen IC realisieren?
Eckart Moltrecht, DJ4UF
19.5.2009