Webmaster: Eckart K. W. Moltrecht

K2 Bauprojekt
Modifikationen

Eckart K. W. Moltrecht
DJ4UF

 

Hier werden Modifikationen der Projektgruppe Aachen vorgestellt.

Kurzwellen-Transceiver K2

 

Pactor-Anschluss von DJ8TL

Hermann, DJ8TL hat dem K2 einen separaten Anschluss für Pactor hinzugefügt. Damit geht das Signal nicht mehr über den Mikrofonverstärker sondern wird über ein RC-Glied direkt am Balance-Modulator eingekoppelt. Es wird ein Pegel von zirka 500 mV benötigt, den der PTC-II problemlos abgibt. Erste Tests mit Pactor waren erfolgreich. Das Signal ist sauber. Hier sein Bericht.

Der Transceiver ELECRAFT® K2 eignet sich hervorragend für Pactor-Betrieb mit dem PTC II-Controller, wie eine mehrwöchige Testphase ergab.
Nach geringfügigen Umbaumaßnahmen bzw. Zusatzeinbauten, welche die Entnahme des RX-Signals und das Aufmodulieren des TX-Signals ermöglichen, funktionieren alle mit dem PTC II möglichen Betriebsarten und die original vorgesehenen Betriebsarten ohne gegenseitige Beeinflussung. Pactor III konnte nicht getestet werden, sollte aber ebenso möglich sein.

Entnahme des RX-Signals

Für die Entnahme des RX-Signals ist es wünschenswert, den Pactor-Controller mit einem von der eingestellten NF-Lautstärke unabhängigen Signal zu versorgen.
Der entsprechende Anschlusspunkt und die Beschaltung mit einem 4,7 nF Kondensator sind dem unten stehenden Ausschnitt der Hauptplatine zu entnehmen. Der Masseanschlusspunkt wird durch vorsichtiges Entfernen des Lötstopplacks hergestellt. Achtung! Wir (DK3OZ und DJ4UF) haben inzwischen festgestellt, dass man für Pactor-III eine Kapazität von 0,1 µF (oder größer) nehmen muss.

Bild 1: Entnahme des RX-Signals

Die abgeschirmte Leitung wird zu einer isolierten Cynch-Buchse im unteren Teil der Gehäuserückwand geführt. Dort ist ein entsprechender Durchbruch vorhanden, der für Transverteroptionen vorgesehen ist. An dieser Buchse steht dann das RX-Signal mit ausreichender Amplitude für den PTC zur Verfügung.

Zuführung des Sendesignals

Neben der RX-Buchse in der Rückwand ist ein weiterer Durchbruch vorhanden. Hier wird eine weitere isolierte Cynch-Buchse montiert. Die Zuführung des TX-Signals muss zur SSB-Platine erfolgen, natürlich ebenfalls über eine abgeschirmte Leitung. Ein mechanisch ein-wandfreier Zugang ergibt sich über die Unterseite der Hauptplatine. An der langen Buchsenleiste für die SSB-Platine ist Pin 1 funktionslos. Hier wird nach Abtrennen der Leiterbahn die abgeschirmte Leitung angelötet, wie aus unten stehendem Platinenausschnitt ersichtlich ist.


Bild 2: Zuführung des Sende-Signals (TX)

Die Weiterführung des Signals auf der SSB-Platine erfolgt auf deren Unterseite über einen Kondensator von 0,1µF und einen Widerstand von 5,6 kΩ.
Einzelheiten der Leitungsführung sind folgendem Platinenausschnitt (Bild 3) zu entnehmen.


Bild 3: Anschluss des Sendesignals

Wegen der langen, frei schwebenden Verdrahtung ist besondere Sorgfalt erforderlich. Gegebenenfalls kann man die lange Verbindung zwischen Kondensator und Widerstand mit etwas Heißkleber oder ähnlichem fixieren.
Hinweis von DJ4UF: Der Verbindungspunkt zwischen den 0,1 µF und dem 5K6 geht nicht an die Platine, auch wenn es in Bild 3 vielleicht so aussieht.  Siehe unten: Realisierung von DJ4UF!

PSKA- und FSKA-Level sind beim PTC II so einzustellen, dass volle Ausgangsleistung erreicht wird (ca. 400 mV).
Beim Betrachten des Schaltbildes des SSB-Adapters erkennt man, dass durch die vorgeschlagenen Maßnahmen sowohl die Einstellung des Mikelevels als auch die Komprimierungseinstellung des Mikrofonverstärkers (U3) umgangen werden und damit für Pactorbetrieb ohne Belang bleiben. Gleichzeitig wird die notwendige Entkopplung zwischen SSB-Modulationssignal und Pactorsignal sichergestellt.
Bei Pactor III- Betrieb sollte das Mikrofon ausgesteckt bleiben, damit Raumgeräusche nicht aufmoduliert werden.

3. Zuführung der PTT

An der Rückseite des Gerätes befindet sich die Stereo-Klinkenbuchse für die Morsetaste. Der DOT-Anschluss (Vorderseite des Steckers, Mittelpin) ist intern mit dem PTT-Kontakt am Mikrofon parallel geschaltet. Hier kann also die PTT des Pactor-Contollers ohne Umbau zugeführt werden.

Für die abgeschirmten Leitungen ist teflonisoliertes Material zu empfehlen, wie es in der Luftfahrttechnik Verwendung findet, da die Isolierung beim Löten nicht wandert. Die Leitungen lassen sich wenig störend an der linken Gehäusewand (von vorn gesehen) entlang führen. Brumm- oder HF-Einstreuungen konnten nicht beobachtet werden.

. . . . . . und nun viel Spaß beim Löten!
73 es 55 de Hermann, DJ8TL
 


Hier ein paar Bilder, wie ich nach Hermanns Beschreibung den Anschluss technisch realisiert habe.

      

Als erstes habe ich die beiden Cynch-Buchsen eingebaut und zwei abgeschirmte Leitungen von dort an der Seitenwand durch die Platine "K2 CONTROL" nach vorn geführt.

<- Ausschnitt

Dazu habe ich von der Platine ein wenig einer Ecke herausgefeilt. Der Ausschnitt kann etwas kleiner sein, wenn man ziemlich dünnes, abgeschirmtes Kabel verwendet.

Bei abgezogenem CONTROL Board habe ich das NF-Kabel über 4,7 nF *) an den angegebenen Pin gelötet und das Abschirmgeflecht an Masse. Dazu habe ich vorher den grünen Lötstopplack mit einer scharfen kleinen Feile an einer Stelle weggekratzt. (Man erkennt den Kondensator kaum, da er auch grün ist.)

*) Achtung! Wir (DK3OZ und DJ4UF) haben inzwischen festgestellt, dass man für Pactor-III eine Kapazität von 0,1 µF (oder größer) nehmen muss.

Nach dem Einstecken der CONTROL Platine erkennt man die Kabelführung. Das andere Kabel wird dann unter an der Buchse vorbei auf die Unterseite der Hauptplatine geführt.

Dann habe ich das eine abgeschirmte Kabel auf der Unterseite der Hauptplatine direkt angelötet. Das weiße Ende ist die "Seele". Rechts neben diesem Anschlusspunkt habe ich die Leiterbahn mit einem Teppichmesser durchtrennt und die Trennung mit dem Ohmmeter geprüft.
An R99 ist der Massepunkt! Der gelbe Draht ist hier eine Verlängerung der Masseleitung an das Abschirmgeflecht. Damit es keinen Kurzschluss gibt, habe ich die Lötstelle mit Schrumpfschlauch isoliert.

Hinweis: Dieser etwas umständlich anmutende Weg der Signalführung wurde von Hermann deshalb gewählt, damit man jederzeit die Platinen abnehmen kann und diese dann nicht über ein Kabel mit dem Gerät verbunden bleiben. Der eine Pin von P1 wurde für die SSB-Platine nicht gebraucht, war aber an 5 V angeschlossen. Deshalb die Leiterbahnunterbrechung, um den Pin nun für das NF-Signal nutzen zu können.

Bei abgezogener SSB-Platine habe ich den 0,1 µF Kondensator an den ersten Pin von P1 angelötet. Dazu habe ich die schwarze Isolierung von P1 mit einem Messer etwas hoch geschoben, dann gelötet und die Isolierung direkt in die warme Lötstelle zurück gedrückt. An den Kondensator habe ich den 5K6 Widerstand angelötet und die Verbindungsstelle mit Schrumpfschlauch isoliert. Der Schrumpfschlauch passte vor der Schrumpfung genau über den Widerstand. Dann habe ich das andere Ende des 5K6 an den Widerstand R2 angelötet.

Nach dem Zusammenbau funktionierte Pactor mit dem PTC-2 sofort, auch Pactor 3 lief in Level 5. Natürlich musste ich dazu ein entsprechendes Verbindungskabel herstellen. Ähnliche Kabel mit NF-IN, NF-OUT und PTT waren ja auch schon für meinen FT-847 nötig.

Diesen Anschluss kann man nun auch für PSK31 mit der Soundkarte verwenden. Dies werde ich demnächst einmal ausprobieren und hier auf der Homepage beschreiben.

30.8.2004 DJ4UF

25.11.2004: Es geht wunderbar. Ich habe das sehr gute Programm PSK31 Deluxe von HB9DRV verwendet. Siehe LINK-Seite unter HAM-Radio Deluxe.


 

Stand dieser Mitteilungen: 26.11.2004

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Eckart K. W. Moltrecht, DJ4UF

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