Webmaster: Eckart K. W. Moltrecht

7PLUS:
Senden

Eckart K. W. Moltrecht
DJ4UF

Eckarts Lehrstunde aus Funk 1/1999

Thema: Kodieren mit 7Plus (Senden)

In der vorigen Lehrstunde wurde ausführlich erläutert, wie die prinzipielle Übertragung von Dateien im Amateurfunk Packet Radio funktioniert und wie man Dateien aus einer Mailbox holt und diese dekodiert. In dieser Lehrstunde lernen Sie, wie man Dateien versenden kann. Dazu müssen die Dateien mit 7Plus kodiert werden. Außerdem sollte man die zu versendende Datei vorher noch komprimieren (packen).

Das Komprimieren (Packen) einer Datei

Eigentlich ist das Thema Packen eine Lehrstunde für sich. Deshalb werde ich nur in Kurzform eine Zusammenfassung bringen, damit Sie das Packen anwenden können, wenn Sie eine Datei versenden wollen. Nehmen wir einmal an, Sie wollen ein Bild Ihrer Antenne, das Sie eingescannt im Computer haben, an einen anderen Funkamateur schicken. Die Datei heißt beispielsweise "Antenne".

nach obenBild 1: Das Packen der Bilddatei Antenne.tif unter Windows 98

Wenn Sie unter Windows 95 oder Windows 98 das Programm WinZIP installiert haben, geht dies sehr einfach. Suchen Sie mit Hilfe des Explorers die entsprechende Datei und klicken Sie mit der RECHTEN Maustaste darauf. Es erscheint ein Hilfsfenster, in dem "Add to ZIP" oder darunter gleich "Add to Antenne.ZIP" angeboten wird (Bild 1). Wählen Sie das Zweite durch Mausklick aus und schon wird die Datei komprimiert im gleichen Verzeichnis abgelegt. Schauen Sie im Explorer nach: Die Datei Antenne.ZIP ist dort vorhanden und hat statt 393 KB nur noch 37 KB (Bild 2). Wenn die Daten der Datei nicht sofort angezeigt werden, klicken Sie im Menü auf Ansicht und dann Aktualisieren.

Bild 2: Durch Packen wird der Umfang einer Datei reduziert

Bitmap-Bilddateien (BMP) lassen sich übrigens sehr stark komprimieren. Nicht so stark komprimiert werden TIF-Dateien oder Bilddateien im JPG-Format. Diese sind schon von sich aus viel kleiner.

Wie das Packen unter DOS funktioniert, können Sie in Eckarts Lehrstunde FUNK November 1996 nachlesen. Hier in Kurzform: Kopieren Sie die Datei PKZIP in das gleiche Verzeichnis wie die Bilddatei und schreiben Sie in diesem Verzeichnis den Befehl PKZIP TEST ANTENNE.BMP. Fertig! Die gepackte Datei finden Sie dann unter der Bezeichnung TEST.ZIP. Für die Bezeichnung TEST können Sie natürliche jeden anderen Namen mit maximal 8 Buchstaben wählen, auch den Namen Antenne, wie im Bild 3 zu sehen.

Bild 3: Packen mit PKZIP unter DOS

nach oben7Plus-Kodierung unter DOS

Zwar werden die meisten Leser dieses Berichtes Windows 95 verwenden, jedoch soll zunächst die Erklärung der Befehle unter DOS gegeben werden, damit man besser versteht, was im nächsten Abschnitt "7Plus-Kodierung unter Windows 95" im einzelnen gemacht wird. Sie lernen die folgenden Schritte in Übungen, die Sie ruhig einmal mitmachen sollten, auch wenn Sie Windows 95 verwenden.

Voraussetzung für die folgende Übung ist, dass Sie das Programm 7Plus.exe auf Ihrer Festplatte haben. Ich gehe in meinem Beispiel davon aus, dass sich das Programm in dem Unterverzeichnis C:\AFU\7PLUS befindet.

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Übung: Datei Kodieren

Wählen Sie eine beliebige Datei aus, die einen Umfang von zirka 20 bis 40 KByte hat. Es kann beispielsweise eine Word-Datei sein mit der Endung DOC oder eine Programmdatei mit der Endung EXE oder eine Bilddatei mit der Endung JPG oder eine gepackte Datei mit der Endung ZIP – egal – und kopieren Sie diese Datei in das Verzeichnis (oder den Ordner), wo auch die Datei 7Plus ist.

Gehen Sie nun nach DOS. Windows 95 Benutzer rufen über Start – Programme die MS-DOS Eingabeaufforderung auf.

Wechseln Sie in das Verzeichnis, wo das 7Plus-Programm und die zu kodierende Datei sind. Bei mir ginge es so:
cd..
cd afu
cd 7plus

Bei mir heißt die zu kodierende Datei chevy.jpg. Ändern Sie bei folgendem Befehl diesen Dateinamen entsprechend ab! Die Kodierung mit gleichzeitigem Splitten erfolgt durch folgende Befehlszeile.
7Plus chevy.jpg

Fertig! Prüfen Sie nun, ob bei Ihnen wirklich ein paar Dateien mit der Endung P01, P02 usw. entstanden sind durch den Directory-Befehl.
dir

Wenn die Kodierung geklappt hat, können Sie diese Dateien wie Textdateien jemandem senden, der daraus wieder eine Bilddatei zusammensetzen kann. Bei dieser einfachsten Art der Kodierung wurden die Standardeinstellungen von 7Plus.exe gewählt. Dies bedeutet, dass die kodierte Datei gleichzeitig in Teile zu je etwa 10 KB gesplittet wurde.

Bild 4: Der Ablauf der Kodierung unter DOS

Man kann dies ändern, indem bei der Kodierung noch Parameter angegeben werden. Die verschiedenen Parameter und eine sehr ausführliche Erläuterung der Anwendung von 7Plus finden Sie in dem zum Programm beigefügten Dokument 7Plus.doc. Sie sollten es unbedingt einmal lesen, wenn Sie viel mit 7Plus arbeiten möchten.

Ein Beispiel dazu sei angegeben:

7plus chevy.jpg –sb 5000

kodiert die Datei Chevy.jpg und splittet diese gleichzeitig in Teile zu 5000 Bytes (-s steht für splitten, -sb bedeutet splitten in Bytes + Anzahl, -s 100 bedeutet splitten zu je 100 Zeilen,
-sp 3 bedeutet splitten in 3 gleiche Teile).

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7Plus-Kodierung unter Windows 95

Die Kodierung mit Hilfe von Windows 3.1 bringt keinen Vorteil. Man geht dann lieber nach DOS. Aber die Kodierung bei Windows 95 mit dem sogenannten "Drag & Drop" ist so verblüffend einfach in der Handhabung, dass ich diese Methode bevorzugen möchte. Allerdings muss erst einmal eine Verknüpfung hergestellt werden. Danach ist das Kodieren ein Kinderspiel und funktioniert einfach dadurch, dass man mit Hilfe der Maus die zu kodierende Datei auf die Verknüpfung schiebt – fertig!

Übung: Anlegen der 7Plus-Verknüpfung

  • Öffnen Sie den Windows-Explorer. Nehmen Sie alle anderen Programme von der Desktopoberfläche, so dass Sie neben oder über dem Explorer-Fenster etwas freien Platz haben.
  • Klicken Sie links im Verzeichnisbaum auf den Ordner, in dem die Datei 7Plus.exe enthalten ist (siehe Bild 5).
  • Klicken Sie mit der linken Maustaste auf die Datei 7Plus.exe, halten Sie dabei die linke Maustaste fest und schieben den Mauszeiger auf die Desktopoberfläche aus dem Explorerfenster hinaus.
  • Dort lassen Sie los und es entsteht eine Verknüpfung mit 7Plus.exe. Das Icon können Sie dann ändern, wie in Eckarts Lehrstunde Oktober 98 beschrieben.

Bild 5: Erstellen einer Verknüpfung auf dem Desktop

nach obenÜbung: 7Plus-Kodieren unter Windows 95

  • Öffnen Sie den Explorer so, dass Sie außen das neu erstellte Icon 7Plus gut sehen können.
  • Wählen Sie im Explorer die zu kodierende Datei aus. Sie können die gleiche Datei nehmen, wie in der Übung "Datei Kodieren unter DOS" – Abschnitt a. Diese Datei kann in einem beliebigen Verzeichnis stehen und braucht nicht in den Ordner 7Plus verschoben zu werden.
  • Klicken Sie diese Datei mit der linken Maustaste an, halten diese Taste fest und schieben den Mauszeiger auf das neu erstellte Symbol 7Plus auf dem Desktop. Jetzt schaltet Windows 95 kurz das DOS-Fenster ein, 7Plus arbeitet und in wenigen Sekunden sind die Dateien fertig kodiert (Meldung: Encoding successful) und diese befinden sich nun im Ordner Dateien unter 7Plus. Schauen Sie nach! Explorer: AFU – 7Plus – Dateien. Im rechten Fenster sind sie mit xxx.P01, xxx.P02 usw. Einfacher geht’s doch nicht mehr, oder?

Senden der Dateien

Nun können Sie nacheinander diese kodierten Einzeldateien im Packet Radio-Netz als Textdatei versenden. Wenn Sie diese Dateien in der Mailbox allgemein allen zur Verfügung stellen wollen, denken Sie bitte daran, ein Info-File mit gleichem Namen zu schreiben (z.B. Antenne.INF), aus dem hervorgeht, was die Datei eigentlich enthält, wozu ein Programm dient und welches Betriebssystem nötig ist (DOS oder Windows) und so weiter.

Zusammenfassung 7Plus-Dateien senden

  • Die zu übertragende Datei möglichst erst packen (z.B. PKZIP ANTENNE ANTENNE.BMP)
  • Die gepackte Datei mit 7Plus kodieren (z.B. 7PLUS ANTENNE.ZIP)
  • Die einzelnen Dateien mit P01, P02 und so weiter aussenden (z.B. s antenne.p01 bilder @d)
  • Die Datei noch einige Monate aufbewahren, falls ein Error-File kommt (siehe vorige Lehrstunde!).
  • Gegebenenfalls Korrekturfile (.cor) erzeugen und abschicken (z.B. s antenne.cor bilder @dl).

© 1999 Eckart K. W. Moltrecht, DJ4UF

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