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Eckarts Lehrstunde aus Funk 10/1998
Thema: Icons für den Amateurfunkordner
In der vorigen Lehrstunde haben Sie einen Ordner zum Starten der Amateurfunkprogramme
erstellt. In diesen Ordner haben Sie Verknüpfungen eingefügt und den einzelnen
Verknüpfungen neue Namen und zugehörige Symbole gegeben. In dieser Lehrstunde werden Sie
lernen, wie man ein eigenes Symbol mit dem Malprogramm Paint erstellt. Die Erläuterungen erfolgen für Windows 95 beziehungsweise Windows
98.

Bild 1: Ein neues Icon für das Pactorprogramm Plusterm wird erstellt,
rechts das fertige Symbol
Ein neues Symbol wird erstellt
Zunächst starten Sie das Malprogramm MS-Paint in Windows 95 oder Windows 98. Wenn Sie es über Start Programme Zubehör nicht finden,
öffnen Sie den Explorer und gehen über Programme in das Verzeichnis Zubehör. Die Datei heißt MSPAINT.EXE. Am besten ziehen Sie diese Datei auf die Windows-Arbeitsfläche, denn das
Programm wird für diese Lektion noch oft benötigt. Windows-98-Besitzer können die Datei
auch einfach rechts neben das START-Symbol in die Schnellstartleiste ziehen. Dann haben Sie von überall einen sofortigen Zugriff auf das Programm.
Wenn Sie es dort nicht mehr brauchen, löschen Sie diese Verknüpfung einfach durch
Anklicken mit der rechten Maustaste und der Auswahl Löschen.

Bild 2: Das Malprogramm Paint wird auf die Symbolgröße eingestellt.
Zunächst muss Paint
für die Erstellung von Symbolen auf die richtige Größe eingestellt werden. Starten Sie Paint und wählen Sie Bild Attribute und stellen Sie
in dem Fenster die Maßeinheit auf Pixel und dann die Breite und die Höhe auf 32 ein. Bestätigen Sie mit OK.
Nun sehen Sie im Bearbeitungsfenster ein kleines, weißes Quadrat. Das ist die
eigentliche Bearbeitungsfläche. Diese vergrößern Sie jetzt mit Ansicht Zoomfaktor Benutzerdefiniert 800. In diese Arbeitsfläche können Sie nun beispielsweise mit dem Malstift Pixel
für Pixel setzen oder Linien, Rechtecke oder Kreise zeichnen, diese mit beliebigen Farben
füllen und so weiter. Die Farbe wird ausgewählt, in dem man unten auf eine Farbe der
Farbpalette klickt. Das Setzen von Schrift geht allerdings nur im Maßstab 1 : 1 (Normalgröße). Im kleinsten Format (8-Punkt) bekommen Sie gerade drei
Buchstaben auf die Fläche. Für solche Beschriftungen eignen sich andere Zeichenprogramme
eventuell besser. Zwischendurch sollten Sie sich Ihr Symbol immer mal wieder in der Normalgröße anschauen, um zu sehen,
wie es denn wirkt. Bei der starken Vergrößerung von 100 auf 800 sieht alles etwas
"zackig" aus.
Bereits zwischendurch sollte man diese Zeichnung immer mal wieder mit der Endung ICO
abspeichern. Merken Sie sich, wo und unter welchem Namen (z.B. Icon1.ico) Sie das Bild im Bitmap-Format abgespeichert haben. Wählen Sie am
besten nur das 16-Farben-Bitmap-Format, weil sonst die Symboldateien unnütz groß werden. Vielleicht ist es praktisch,
sich vorher ein Unterverzeichnis mit dem Namen Icons anzulegen, das Sie im Verzeichnis AFU (Amateurfunk) unterbringen. So habe ich es
gemacht. Dort finde ich die Icons immer wieder.
Wenn Sie die fertige Datei als BMP ohne die Endung ICO abgespeichert haben, suchen Sie
diese mit dem Explorer. In
dem Fall müssen Sie die Datei nur noch umbenennen, so dass sie eine Endung mit ICO
bekommt. Dann kann diese Zeichnung als Symbol, wie in der vorigen Lehrstunde beschrieben,
eingesetzt werden.
Ein vorhandenes Symbol wird verändert
Nehmen wir einmal an, Sie haben ein Symbol gesehen, das Ihnen gefällt und Sie möchten
es in abgeänderter Form für eine eigene Verknüpfung verwenden. Im Packet-Programm
PR4Win gibt es zum Beispiel die DARC-Raute. Wenn Sie dieses Symbol unverändert verwenden
wollen, können Sie einfach beim Einrichten der Verknüpfung über Eigenschaften Symbol ändern die
Datei PR4Win.EXE anklicken
und Sie sehen alle Symbole, die der Programmautor für sein Programm verwendet. Sie
können eines davon aber auch für Ihre Verknüpfung auswählen.
Wenn Sie das Symbol aber verändern möchten, müssen Sie es in ein Zeichenprogramm
einladen können. Paint
akzeptiert aber nur das BMP-Format. Folgendermaßen können Sie dennoch jedes Symbol in Paint verwenden. Wenn das Symbol auf
dem Bildschirm zu sehen ist, drücken Sie auf die Taste Druck der Tastatur oder Alt-Druck für das aktuelle Fenster. Damit ist der gesamte Bildschirminhalt oder das
aktuelle Fenster als BMP-Datei in der Zwischenablage von Windows. Öffnen Sie Paint und gehen Sie auf Bearbeiten Einfügen. Da das
Bild normalerweise nicht direkt auf die Oberfläche von Paint paßt, erscheint eine Rückfrage, ob die Bitmap vergrößert werden soll.
Antworten Sie mit Ja und
Sie sehen nun das gespeicherte Bild.

Bild 3: Dieses Fenster wurde gespeichert, um das Symbol als BMP-Datei
in Paint verarbeiten zu können.
Von diesem Bild müssen Sie nun einen Ausschnitt, der das Symbol enthält, so klein wie
möglich ungefähr quadratisch einrahmen und kopieren ( Bearbeiten
Kopieren). Legen Sie unter Paint eine neue Datei an (Datei Neu) und gehen Sie dort auf Bearbeiten Einfügen. Nun haben
Sie den Ausschnitt aus dem Gesamtbild in einer eigenen Datei. Das andere Fenster (Fenster Unbekannt1) können Sie
nun schließen (nicht speichern).
Das Bild im neuen Fenster muss nun noch bearbeitet werden. Zunächst muss es aber genau
auf die richtige Größe beschnitten werden. Klicken Sie auf das Bild und verkleinern Sie
solange den Gesamtrahmen, bis Sie unter Bild
Attribute genau 32 mal 32
Pixel erhalten. Wenn Sie das Format nicht einhalten, wird das
Bild von Windows automatisch auf diese Größe angepaßt und dadurch verändern sich die
Proportionen unter Umständen, wie es im Beispiel der DARC-Raute im Bild 4 zu erkennen
ist.

Bild 4: Die Proportionen der Raute ändern sich (rechts),
wenn Sie das Bild nicht im Format 32 mal 32 Pixel abspeichern.
Viel einfacher geht die Bearbeitung von Symbolen, die als ICO-Datei abgespeichert sind, mit einem speziellen
Icon-Bearbeitungsprogramm. Beispielsweise IconEdit.EXE, das einer Diskette für ein Buch über Windows 3.11 beigelegen hat. Während Paint nur die auf BMP-Basis
gezeichneten Symbole bearbeiten kann, bearbeitet der Icon-Editor fast alle Symbole mit der
Endung ICO.

Bild 5: Der Windows Icon-Editor von G. Born
Zur Bearbeitung eines Symbols mit dem Icon-Editor muss man dieses laden, dann eine
Farbe durch Anklicken auswählen und dann kann man die einzelnen Punkte setzen. So ließe
sich leicht aus einer 98 eine 99 machen, wenn man im nächsten Jahr ein Update erhält.
Aber Achtung! Der Hintergrund wird in dem Editor schwarz dargestellt. Wenn Sie
einen weißen (unsichtbaren) Hintergrund wünschen, müssen Sie im Icon-Editor schwarz
verwenden.
Es gibt Tausende von Symbolen für Windows. Viele davon sind auch in Windows 95
enthalten. Man muss sie nur finden. Man findet die Dateien, die Symbole enthalten
folgendermaßen. Man wählt eine beliebige Verknüpfung aus und klickt mit der rechten
Maustaste darauf. In dem Fenster wählt man dann Eigenschaften
Symbol ändern Durchsuchen. Dann werden alle DLL-
und EXE-Dateien im aktuellen Verzeichnis angezeigt. Man wählt eine dieser Dateien aus,
bestätigt mit OK und bekommt angezeigt, ob Icons in dieser Datei vorhanden sind. Wenn man
weiterhin auf Durchsuchen klickt, kann man auf diese Weise die gesamte Festplatte
durchsuchen (Viel Spaß!).
So habe ich die Dateien herausgefunden, die im Bild 6 gezeigt werden. Die Windows
Systemdateien Shell32.DLL
und PIFMGR.DLL enthalten
sehr viele Icons für Windows. Amateurfunk-Icons findet man in der Datei PR4Win32.EXE des Packet Radio Programms
PR4Win. Eine Sammlung von Tausenden von Icons und das Icon-Bearbeitungsprogramm erhalten
Sie als Sammeldiskette B10 für 5 DM (in Briefmarken kleine Werte) + einem mit 2,20
DM frankierten Rückumschlag bei Eckart K. W. Moltrecht, DJ4UF, Raafstr.36, D-52076 Aachen
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Bilder 6: Dateien, die Windows-Symbole enthalten
Bild 8: Einige Amateurfunk-Icons

Bild 9: Aus der Icon-Sammlung von DJ4UF


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