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Ein privates Netz

Eckart K. W. Moltrecht
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Eckarts Lehrstunde aus Funk 08/2001

Die Verbindung von zwei Computern

Haben Sie auch zwei Computer und möchten nicht nur Daten zwischen den beiden Geräten austauschen sondern beispielsweise vom Garten aus mit dem Notebook die Funkstation im Shack für digitale Betriebsarten fernbedienen? Ich habe es geschafft. Lesen Sie weiter und Sie erfahren, wie ich das Netz unter Windows eingerichtet habe und mit einem kostenlosen Zusatzprogramm den Controller (TNC/PTC) vom Garten aus fernsteuere.

Der Datenaustausch zwischen zwei Computern kann auf verschiedene Weisen erfolgen. Die billigste aber auch langsamste Methode ist die Verbindung über ein Kabel an einer Schnittstelle. Man benötigt nur ein so genanntes Nullmodemkabel für die serielle Schnittstelle oder für die parallele Schnittstelle (Nullmodemkabel, parallel, Bild 1), bei denen einige Adern gekreuzt sein müssen. Die Verbindung über die parallele Schnittstelle (Druckeranschluss) ist wegen der viel höheren Übertragungsgeschwindigkeit vorzuziehen. Man nennt dieses Verfahren PC-Direktverbindung. Die zweite komfortablere Möglichkeit mit viel höheren Übertragungsraten ist die Verwendung von Netzwerkkarten - ein echtes Netzwerk.

Bild 1: PC-Direktverbindung mit einem Parallelkabel

Bild 1: PC-Direktverbindung mit einem Parallelkabel

Die PC-Direktverbindung

Programm PC-Direktverbindung installieren

Als Software kann man sehr gut das einfache Windows-Programm "PC-Direktverbindung" nutzen. Möchten Sie mitmachen? Prüfen Sie nach, ob es auf beiden Computern, die verbunden werden sollen, installiert ist. Sie finden bei Windows 98 das Programm unter Start/Programme/Zubehör/Kommunikation mit der Bezeichnung PC-Direktverbindung. Sollten Sie es dort nicht finden, muss das Programm nachinstalliert werden.

Bild 2: Das Programm PC-Direktverbindung wird nachinstalliert

Bild 2: Das Programm PC-Direktverbindung wird nachinstalliert

Wählen Sie dafür aus der Systemsteuerung das Symbol Software aus. Nach Öffnen des Fensters Eigenschaften von Software klicken Sie auf die Registerkarte Windows-Setup und wählen Sie die Komponente Verbindungen. Aktivieren Sie in dem Fenster, das sich anschließend öffnet, das Programm PC-Direktverbindung (Bild 2). Nach Einlegen der Windows-CD wird die Software installiert.

Die Netzwerkkonfiguration

Bevor Sie die PC-Direktverbindung ausführen, muss der Computer noch für den Netzwerkbetrieb eingerichtet werden. Ich gehe von Windows 98 aus. Bei Windows ME gibt es einen "Assistenten", mit dem diese Einrichtung etwas einfacher durchgeführt werden kann, aber es geht auch ohne Assistenten so, wie ich es hier für Windows 98 beschreibe. Zuerst rufen Sie das "Netzwerk" auf. Der einfachste Weg dahin ist wohl Start aus der Taskleiste, Einstellungen/Systemsteuerung und Doppelklick auf Netzwerk. Sie sehen das Konfigurationsfenster Netzwerk wie in Bild 3.

Bild 3: Das Netzwerkprotokoll

Bild 3: Das Netzwerkprotokoll

Das Protokoll

Zuerst prüfen Sie, ob das Protokoll NetBEUI installiert ist. Für unser einfaches Netzwerk hat dieses Protokoll den Vorteil, dass es keine spezielle Konfiguration benötigt. Jeder Computer braucht lediglich einen Namen und muss derselben Arbeitsgruppe angehören. Wenn NetBEUI im oberen Fenster der Konfigurationsregisterkarte nicht angezeigt wird, können Sie es jetzt nachinstallieren über Hinzufügen/Protokoll/Microsoft/NetBEUI (Bild 3). Danach erscheint es in der Liste der installierten Netzwerkkomponenten. Das gleiche Protokoll muss auf beiden Rechnern vorhanden sein. Hinweis: Sie können auch direkt das im Internet verwendete Protokoll TCP/IP installieren, das ich weiter unten für die Netzwerkkarte beschreibe. Dazu müssen aber noch weitere Einstellungen vorgenommen werden.

Der Computername

Für NetBEUI benötigt der Computer einen eindeutigen Namen. Auf der Registerkarte Identifikation unter Systemsteuerung/Netzwerk können Sie den von Windows gewählten Computernamen ändern. Achten Sie darauf, dass Computernamen für das NetBEUI-Protokoll aus maximal 16 Zeichen bestehen dürfen und im Netzwerk jeder Name nur einmal vorkommen darf. Wählen Sie einfache, eindeutige Namen, die Sie sich gut merken können. Ich habe für meinen PC als Namen "Rechner" gewählt und für das neue Notebook "NOTEBOOK2" (Bild 4). Enthält der Computername ein ungültiges Zeichen, erscheint eine entsprechende Fehlermeldung. Leerzeichen sind beispielsweise nicht erlaubt.

Bild 4: Ändern des Computernamens

Bild 4: Ändern des Computernamens

Die Freigabe

Noch sind wir nicht bereit für die Computerverbindung. Sie müssen noch festlegen, welche Teile der Festplatte für den Zugriff "von außen" frei gegeben werden sollen. Ich habe meinen Computer so eingerichtet, dass ich alle Amateurfunkprogramme und alle Daten auf der Partition D meiner Festplatte eingerichtet habe und auf der Partition C das Betriebssystem und die Programme (außer Amateurfunk) untergebracht sind. Ich werde also nur den Zugriff auf die Festplatte D zulassen. Außerdem möchte ich den Drucker, der am großen Rechner angeschlossen ist, auch vom Notebook aus nutzen. Deshalb konfiguriere ich die Datei- und Druckerfreigabe folgendermaßen. Auf der Registerkarte Konfiguration unter Systemsteuerung/Netzwerk/Datei- und Druckerfreigabe wähle ich: Anderen Benutzern soll der Zugriff auf meine Dateien ermöglicht werden und auch Anderen Benutzern soll der Zugriff auf meinen Drucker ermöglicht werden. Ferner wähle ich auf der Registerkarte Zugriffssteuerung: Zugriff auf Freigabeebene. 

Es muss zunächst der Computer herunter gefahren und wieder neu gestartet werden, damit alle Einstellungen übernommen werden. Nun folgt noch die eigentliche Freigabe. Wenn Sie selbst die Dateiübertragungen machen und auch Dateien vom Laufwerk C kopieren wollen, können Sie einfach alle Laufwerke freigeben. Gehen Sie auf Arbeitsplatz und klicken Sie Festplatte C mit der rechten Maustaste an. In dem eingeblendeten Fenster wählen Sie die Registerkarte Freigabe. Aktivieren Sie Freigabe als und tragen Sie dann eine Bezeichnung ein Bild 5). Der voreingestellte Buchstabe C reicht eigentlich. Da ich Bedenken hatte, ob durch diese Freigabe nicht doch jemand beim "Spielen" einen Fehler machen könnte, wenn wir mit Freunden oder mit den Kindern und Enkeln Dateiübertragungen machen, habe ich die Festplatte C mit einem Kennwort geschützt. Die Partition D habe ich ohne Kennwort frei gegeben. Im Ordner Drucker unter Arbeitsplatz geben Sie noch den Drucker frei, der standardmäßig in Ihrem System angeschlossen ist.

Bild 5: Die Freigabe

Bild 5: Die Freigabe

Starten der PC-Direktverbindung

Nun können wir endlich die Dateiübertragung beginnen. Starten Sie auf dem ersten PC die PC-Direktverbindung über Start/Programme/Zubehör/Kommunikation. Dieser erste PC soll der "Gastgeber" (host) sein. Von ihm werden wir Programme holen oder dort Dateien ablegen. Klicken Sie auf die Schaltfläche Ändern und wählen Sie die Einstellung Host-Computer und die Schnittstelle aus, an der das Kabel angeschlossen ist, zum Beispiel Parallelkabel an LPT. Auch hier können Sie einen Kennwortschutz aktivieren, der aber eher überflüssig ist, da das Kabel nicht übermäßig lang sein kann und Sie die Verbindung normalerweise persönlich überwachen können. Als Kabel muss ein Nullmodemkabel angeschlossen sein. Nach dem Anklicken der Schaltfläche Fertig stellen wird das Programm in den Wartezustand versetzt.

Starten Sie danach die PC-Direktverbindung auf dem zweiten PC, dem Gastcomputer. Klicken Sie auf die Schaltfläche Ändern. Wählen Sie die Einstellung Gastcomputer und die entsprechende Schnittstelle aus wie beim Host-Computer und klicken Sie auf weiter. Jetzt wird die Verbindung zwischen den beiden Rechnern aufgebaut. Sie werden dann nach dem Namen des Host-Computers gefragt, den Sie dort eintragen.

Nachdem (hoffentlich) die Verbindung zwischen den beiden Rechnern hergestellt ist, öffnet sich ein Fenster mit den freigegebenen Laufwerken und Verzeichnissen des Host-Computers. Nun können Sie diese Ordner öffnen wie beim Windows Explorer und Dateiübertragungen machen mit Kopieren oder Verschieben oder Löschen und so weiter.

Probleme?

Wenn es nicht zu einer Verbindung kommt, prüfen Sie, ob ein gekreuztes Nullmodemkabel angeschlossen ist, ob der angegebene Computername richtig ist, ob beide Computer der gleichen Arbeitsgruppe angehören. Das verwendete Übertragungsprotokoll muss auf beiden Computern installiert sein. Manchmal passiert es, dass die Verbindung zwar einmal funktioniert, aber später "geht nichts mehr". Ich meine festgestellt zu haben, dass dieser Fehler dann auftritt, wenn einer der Computer zwischendurch in den "Sleepmodus" gefallen war. Auch nach "Aufwecken" geht die Verbindung nicht mehr. Nach komplettem Ausschalten und Neustart des Computers läuft die Sache wieder. Abhilfe: Schalten Sie den Energiesparmodus für die Zeit Ihrer Experimente ab (Bild 6). Sie finden diese Einstellung unter Start/Einstellungen/Systemsteuerung/Energieverwaltung.

Bild 6: Einstellung der Energieverwaltung bei Problemen mit dem Netzwerkbetrieb

Bild 6: Einstellung der Energieverwaltung bei Problemen mit dem Netzwerkbetrieb

Ein echtes Netzwerk

Die PC-Direktverbindung ist für langsame Dateiübertragungen gut geeignet. Möchte man auf größere Dateien zugreifen (zum Beispiel Videos) und diese direkt auf dem Gastcomputer darstellen, ist die PC-Direktverbindung zu langsam. Auch für den "virtuellen Netzwerk Controller" (VNC), den wir zur Fernsteuerung des Packet Radio Controllers noch verwenden wollen, reicht dieses einfache Netzwerk über die Computerschnittstelle nicht aus. Besser ist ein echtes lokales Netz (LAN - local area network) mit Netzwerkkarten von 10 oder 100 Megabit pro Sekunde.

Netzwerkkarten

Es gibt Netzwerkkarten als Steckkarten für den PC und Netzwerkkarten mit einer PCMCIA-Karte für ein Notebook (Bild 7). Neuere Notebooks besitzen unter Umständen eine eingebaute LAN-Karte in Kombination mit der Modemkarte für Internet. Diese Netzwerkkarten müssen Sie nach dem zu verwendenden Kabeltyp auswählen. Es gibt solche mit Koaxkabel und solche mit Twisted Pair-Kabel. Das 50-Ohm-Koaxkabel wurde bei klassischen erweiterbaren Netzen mit mehr als zwei Computern verwendet. Ein Nachteil dieses Verbindungstyps ist, dass eine mechanische Beschädigung eines Kabels oder eines Steckers gleich das ganze Netzwerk lahm legt. Der Vorteil ist, dass diese Kabel nicht so störanfällig sind in der Nähe von starken Sendern wie bei uns Funkamateuren und dass man sehr einfach ohne Zusatzgerät das Netz für mehrere Cumputer erweitern kann.

Bild 7: Eine PCMCIA-Netzwerkkarte für das Notebook

Bild 7: Eine PCMCIA-Netzwerkkarte für das Notebook

Twisted Pair-Kabel sind mehradrige Kabel mit RJ45-Western-Steckern (Bild 7). Diese entsprechen dem Stecksystem von ISDN. Diese Kabel werden nicht als Strang sondern sternförmig von einem zentralen Hub (gesprochen: hab), einem aktiven Sternverteiler aus verlegt. Dadurch fällt beim Ausfall eines Kabels nur der daran angeschlossene Rechner aus. Ein Kabel zwischen Hub und einem Rechner darf maximal 100 Meter lang sein. Bei der Verbindung zweier Rechner kann der Hub entfallen. Dann muss man allerdings ein Kabel mit gekreuzten Adern verwenden. Der Vorteil der Twisted Pair-Kabel soll die bessere Eignung für höhere Bitraten sein. Twisted Pair-Kabel gibt es auch mit doppelter Abschirmung, was die Abstrahlung und auch die Einstrahlung stark vermindert.

Zum Einbau der Netzwerkkarte kann ich nicht viel erklären. Sowohl die Netzwerkkarte im PC als auch die PCMCIA-Karte bei mir waren Plug & Play-fähig und wurden direkt nach dem Einbau von Windows 98 erkannt und die Treiber automatisch geladen. Aber zur Konfiguration des Netzwerkes kann ich etwas beitragen, da wir mehrere Tage experimentiert haben.

Das TCP/IP-Protokoll

Für unser Netz mit echten Netzwerkkarten wählen wir das TCP/IP Protokoll (transfer control protokoll / internet protokoll). Dieses Protokoll ist Voraussetzung für die Steuerungssoftware VNC zur "Fernsteuerung" des zweiten Computers. Wenn Sie ein Internetmodem haben, ist das Protokoll bereits installiert. Prüfen Sie, ob auch die LAN-Karte mit diesem Protokoll verknüpft ist. 
Sie müssen auf der Registerkarte Konfiguration des Netzwerks die Bezeichnung Ihrer Karte finden. Bei mir heißt die Karte auf dem PC "Realtek RTL8029 Ethernet Adapter". Etwas tiefer finden Sie "TCP/IP -> Realtek ...". Wenn beim TCP/IP-Protokoll keine Verknüpfung mit Ihrer LAN-Karte zu finden ist (Bild 3), klicken Sie auf die LAN-Karte im Konfigurationsfenster und wählen dann Eigenschaften/Bindungen und aktivieren dort die Bindung zum TCP/IP-Protokoll.

Die Windows-Anmeldung

Wenn man ein Netzwerk verwenden will, muss der Computer sich im Netz anmelden. Dies kann direkt beim Hochfahren des Computers erfolgen (Windows-Anmeldung). Manchmal aber wird dadurch das Hochfahren und Herunterfahren des Computers stark verlangsamt, weil der Computer erst nach anderen Computern im Netz sucht, auch wenn diese gar nicht angeschlossen sind. Unter Windows gibt es den Client für Microsoftnetzwerke, den man so einstellen kann, dass die Netzwerkverbindung erst beim Zugriff auf das Netz hergestellt wird.

Zur Konfiguration rufen Sie unter Start/Einstellungen/Systemsteuerung das Netzwerk auf. Installieren Sie zunächst die Client-Software, wobei wahrscheinlich der Client für Microsoft-Netzwerke bereits vorhanden ist. Dies sehen Sie im oberen Fenster der Registerkarte Konfiguration unter Netzwerk. Ansonsten: Hinzufügen/Client/Microsoft/Client für Microsoft Netzwerke. 

Markieren Sie nun im Konfigurationsfenster diesen Client und klicken Sie auf Eigenschaften. Sie können die Schnelle Anmeldung wählen, wobei der Computer beim Hochfahren zwar angemeldet wird, die Netzverbindung aber erst beim Zugriff hergestellt wird. Wenn Sie Anmelden und Verbindungen herstellen wählen, stellt Windows sicher, dass die Verbindungen verwendet werden können. Für Netzwerke, die ständig bestehen, ist dies die geeignete Wahl. Das Hochfahren des Computers dauert aber länger.

Bild 8: IP-Adressenzuweisung beim TCP/IP-Protokoll

Bild 8: IP-Adressenzuweisung beim TCP/IP-Protokoll

Die IP-Adresse

Beim TCP/IP-Protokoll benötigt der Computer anstatt eines Namens eine IP-Nummer. Die Übertragung der Daten erfolgt wie bei Packet Radio in Form von Datenpaketen. Die Datenpakete werden mit dieser IP-Adresse versehen. Daran erkennt jeder Rechner, welche Datenpakete für ihn bestimmt sind. Es gibt international festgelegte IP-Adressen, bei denen verschlüsselt die Länderkennung, Bereichskennung und anderes enthalten sind. Die IP-Nummern bestehen aus viermal ein- bis dreistelligen Zahlenkombinationen mit einem Punkt dazwischen, beispielsweise 192.168.0.99. Für lokale Netze hat man einen bestimmten Block dieser Adressräume freigegeben für die Verwendung im Internet gesperrt. Es ist der Bereich 192.168.0.1 bis 192.168.255.255 und 169.254.0.1 bis 169.254.255.255.

Hierzu eine Ergänzung von Candy4 (Gästebuch)

hallo, ich bin durch zufall auf diese page "gefallen" :-) erstmal n großes lob........ meine, bis dato fast gar nicht vorhandenes funkwissen, konnte ich doch etwas erweitern. nur ein kleines bißchen kritik muss ich anbringen. im bereich computer...... mit den netzwerken was mir etwas schwer im magen liegt ist die beschreibung der adressbereiche (IP) das listing ist so nicht korrekt (kann zu schwerw. fehlern führen) im 192.168er bereich sollte man nur bis 192.168.255.254 als letzte mögliche ip gehen den 169.254er bereich sollte man am besten gar nicht verwenden, da dies unter APIPA (win interne ip-vergabe) läuft, zumal man dort auch eine ander subnetmask braucht. als kleiner vorschlag ip-adressen (mit subnetmask) die man bedenkenlos verwenden kann (erste bis letzte einschliesslich) 10.0.0.1 - 10.255.255.254 (255.0.0.0) 172.16.0.1 - 172.31.255.254 (255.255.0.0) 192.168.0.1 - 192.168.255.254(empfohlen) (255.255.255.0)
PB2 <candy4u@gmx.net> 13.3.2003

Sie wählen nun eine Nummer aus, beispielsweise 192.168.0.100 und weisen nun diese Nummer einem der beiden Computer zu. Der andere Computer muss dann eine andere Nummer erhalten. Die Zuweisung erfolgt wieder über die Konfiguration unter Netzwerk. Markieren Sie das TCP/IP-Protokoll, das mit Ihrer Netzwerkkarte verknüpft ist und klicken Sie auf Eigenschaften. Wählen Sie die Registerkarte IP-Adresse. Aktivieren Sie IP-Adresse festlegen und tragen Sie die gewünschte IP-Adresse ein. Achtung! Wählen Sie eine Adresse aus den freigegebenen Bereichen. Bei Subnet Mask tragen Sie den Wert aus Bild 8 ein, aber fragen Sie mich nicht, warum [1]. Die Subnet Mask muss in einem Netzwerk auf jedem Computer gleich sein. Wahrscheinlich ist dies die allgemein übliche Gruppenbezeichnung.

Bild 9: Das Fenster der Netzwerkumgebung

Bild 9: Das Fenster der Netzwerkumgebung

Nach einem Neustart von Windows können wir das Netz in Betrieb nehmen. Klicken Sie auf dem Desktop auf Netzwerkumgebung. Wenn Sie Glück haben, sehen Sie in dem Fenster außer Gesamtes Netzwerk auch noch die Namen der beiden im Netz befindlichen Computer (Bild 9). Wenn nicht, schließen Sie dieses Fenster der Netzwerkumgebung und öffnen Sie es erneut. Vielleicht ist inzwischen die Netzwerkverbindung hergestellt.

Mit einem Doppelklick auf den Namen des anderen Computers werden die freigegebenen Ordner dargestellt. Sie können nun Dateioperationen durchführen, wie Sie es im Windows Explorer gewöhnt sind. Eine gute Hilfe ist, wenn Sie unter Ansicht/Explorerleiste die Anzeige der Ordner aktivieren. Sie können auch direkt im Windows Explorer auf der Ordnerseite ganz unten links den "Ordner" Netzwerkumgebung anklicken (Bild 10). Sie erhalten dasselbe Fenster für Ihre Dateioperationen.

Bild 10: Die Netzwerkumgebung vom Windows Explorer

Bild 10: Die Netzwerkumgebung vom Windows Explorer

Fernsteuerung des Computers *)

Wenn Sie zwei schnelle Netzwerkkarten verwenden und auch recht schnelle Computer miteinander verbunden haben, können Sie eine Fernsteuerung des anderen Computers versuchen, an dem der TNC für Packet Radio oder der PTC für Pactor angeschlossen ist. Es gibt auf der Homepage der britischen Telecom AT&T [2] unter Freeware ein kostenloses Steuerprogramm, das folgende Wirkung hat. Der Mauszeiger des Gastcomputers (Client) steuert den Mauszeiger auf dem Host und der Bildschirminhalt vom Hostcomputer wird auf dem Gastcomputer dargestellt. Es ist wirklich verblüffend zu sehen, wie der Mauszeiger sich auf dem anderen Computer wie von Geisterhand bewegt und die Klickaktionen wirklich ausgeführt werden und das Packetprogramm startet. Die Wiedergabe auf dem Gastcomputer ist wegen der relativ langsamen Übertragung des Bildschirminhaltes stark verzögert, wenn Sie nicht gerade einen GHz-Computer haben. Sie müssen Geduld haben, bis der Bildschirm aufgebaut ist. Aber es funktioniert prinzipiell.

Holen Sie sich das kleine Programm (zirka 1 MB, gepackt) von der AT&T Homepage [2]. Sie finden es unter Freeware als VNC 3.3.3. Sie müssen dafür Namen und Adresse angeben. Es ist aber wirklich Freeware und kostet nichts. Entpacken Sie das Programm und starten Sie Setup im Verzeichnis WinVNC. Wählen Sie ein einfach zu merkendes Passwort. Für den Gastcomputer brauchen Sie nur das Programm Vncviewer.exe aus dem Verzeichnis VNCViewer (vielleicht über das neue Netz?) an eine sinnvolle Stelle zu kopieren. Starten Sie danach auf dem Hostcomputer, also dort, wo der TNC angeschlossen ist, über Start/Programme/VNC/Run WinVNC (App Mode). Ein kleines VNC-Icon entsteht in der Taskleiste unten rechts.

Auf dem Gastcomputer (Client) starten Sie das Programm Vncviewer.exe und geben Sie bei Aufforderung den Namen des Hostcomputers ein. Klicken Sie auf Options und wählen Sie bei Display: Restricted pixels to 8-Bit für langsame Netzwerke. Was die anderen Optionen bewirken, weiß ich nicht. Eventuell finden Sie Hinweise in dem englischsprachigen Dokument, das Sie ebenfalls auf der Homepage der AT&T als VNC-latest_DOC.zip finden. Probieren Sie es aus, ob Sie eine zufrieden stellende Übertragung erreichen.

Auf dem Bildschirm des Gastcomputers sehen Sie nun den Inhalt des Bildschirms vom Host-Computer. Durch den zusätzlichen Rahmen oder bei anderer Bildschirmgrafik müssen Sie den Bildschirm auf dem Gastcomputer möglicherweise etwas hin und her oder rauf und runter schieben, um alles sehen zu können. Vor allem wichtig ist, dass Sie für den Start eines Programms auf dem Host-Computer den inneren Startbutton nehmen. Starten Sie einmal Ihr Packet-Programm und versuchen Sie einen Connect zur Mailbox herzustellen. Durch die langsame Bildschirmübertragung treffen die Daten zwar verzögert ein, aber es funktioniert (Bild 11).

Bild 11: Pactor fernbedient vom Zweitcomputer im Wintergarten

Bild 11: Pactor fern bedient vom Zweitcomputer im Wintergarten

*) Dieses System der "Fernsteuerung" (VNC) funktioniert auch unter Windows XP. Habe ich gerade realisiert (12.1.2004).

[1] Data Becker: "Windows 98 intern" ISBN 3-8158-1097-3
[2] http://www.uk.research.att.com

© 2001 Eckart K. W. Moltrecht, DJ4UF

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